"Carla Cerdas »Loops« ist aus meiner Sicht eines der einfallsreichsten, smartesten und witzigsten Bücher der letzten Jahre." Antje Schmidt über Carla Cerda, "Loops"
- ursengeler
- 29. Apr.
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Abstract:
Carla Cerdas »Loops« ist aus meiner Sicht eines der einfallsreichsten, smartesten und witzigsten Bücher der letzten Jahre. Wer sich fragt, wo die cyberfeministische Avantgarde der Gegenwart zu finden ist: Hier ist sie, irgendwo in the muddle, zwischen Landestationen, Stachelhäutern und Glasfaserkabeln.
In meinem Artikel für die Kulturwissenschaftliche Zeitschrift, der gerade erschienen ist, vermesse ich Cerdas posthumanistische Infrastrukturpoetik exemplarisch an ihrem »Loop 2«. Im Zentrum steht das Tiefseekabel MAREA in seinen ökologischen, geografischen und anderweitigen Verflechtungen.
Ich führe in diesem Text aus, weshalb ich denke, dass Cerda eine Gegendeutung zu patriarchalen, neoliberalen und anthropozentrischen Erzählungen von digitalen Infrastrukturen anbietet - und warum (poetische) Störung und Sabotage wesentliche Elemente dieser Gegendeutung sind. Statt weißer Tech-Unternehmer rücken die Gedichte das Kabel selbst, listige Seeigel, Mineralien, widerständige Cyborgs und nicht zuletzt uns Lesende und unsere digitalen Devices in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Damit stellt sich auch die Frage nach unserer Verantwortlichkeit für materielle digitale Infrastrukturen und die Machtverhältnisse, die sie konstituieren.
Der ganze Text von Antje Schmidt findet sich hier:
Kulturwissenschaftliche Zeitschrift, Bd. 2025 (2025), Iss. 4: S. 41–68




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