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Ingo Ebener bespricht Brigitte Struzyks neue Gedichtsammlung und ihre Erinnerungen an Elke Erb

  • ursengeler
  • vor 20 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Die bei Zaesur Poesiekritik erschienene Besprechung ist sehr lesenswert, weil Ebener klug, sehr aufmerksam und mit poetischem Kunstverstand zu lesen versteht. Seine Besprechung beginnt so:


"In ihrer 2024 bei Urs Engeler als roughbook 065 erschienenen Gedichtsammlung Gegengewichtshebewerk reagiert Brigitte Struzyk auf verschiedene (politische) Unruhen, Veränderungen und Verschiebungen der letzten Jahre. Ihre Texte sprechen von Erdöl, Bomben und Flucht, vom Tod des Papstes, von Pestiziden, Abschiebung, Erbe und Ernte, vom Altschuldenberg und von der Naturnotwendigkeit, beständig Fragen und Antworten zu formulieren. Allerdings finden sich bei Struzyk keine abschließenden Antworten, keine Slogans, Regeln oder Gebote. Sie wählt stattdessen den Gang einer verwaltungsfernen Lebendigkeit („Poesie ist alles, was sich nicht verwalten lässt.“), die in einem Elke Erb gewidmeten Gedicht als Freiheit des Gehens, Denkens und Handelns, als Wachstum der Natur und als Liebe und Freundschaft beschrieben wird.

Diesen lebendigen Kreislauf drückt sie immer wieder in ihren Texten aus, die bewegt sind, hin und her gehen, sich drehen und wenden, bis sich (temporäre) Stabilität einstellt. Sie gehen, wie es der Titel des Bandes nahelegt, Akten des Ein- und Ausbalancierens nach und besingen zuweilen auch sich selbst, so wie es im Gedicht „Die Ode, sie braucht/ dich nicht,“ heißt:

 

Ohne dich wächst sie und blüht

Nach dem Licht dreht sie sich, gut,

Die Freude, etwas Wasser gib ihr, nicht

Zu viel, sie kommt auch ohne

Dich aus, Elysiums

Tochter.

 

Anstatt des von Schiller gewählten vierhebigen Trochäus schlängelt sich die Ode bei Struzyk in ihrem Wuchs nach unten."


Die ganze Besprechung steht hier:




Die beiden von Ingo Ebener besprochen Bücher gibt es hier:





 
 
 

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